Was kostet ein Stromspeicher? Eine umfassende Kostenanalyse

Was kostet ein Stromspeicher? Eine umfassende Kostenanalyse

Stromspeicher leisten einen wertvollen Beitrag zur Energiewende: Die Geräte ermöglichen es, den erzeugten Solarstrom nicht ausschließlich sofort zu verbrauchen, sondern auch für später zu speichern. Sie müssen so weniger aus dem öffentlichen Stromnetz hinzukaufen und treiben die Verwendung erneuerbarer Energien an. Die gute Nachricht: Die Speicher sind heute um einiges erschwinglicher als noch vor einigen Jahren.

Wie viel kostet ein Stromspeicher für eine Solaranlage? Wie viel ein Stromspeicher kostet, hängt von Faktoren wie der Kapazität des Speichers, der Marke und weiteren ab. Neben den Anschaffungskosten sollten zudem die Kosten für Betrieb, Wartung und Instandhaltung einkalkuliert werden. 

Ob sich die Anschaffung eines Stromspeichers für Sie lohnt, erfahren Sie im Folgenden. Unser Vergleich verschiedener Modelle hilft Ihnen außerdem dabei, eine Entscheidung zu treffen.

Die Bedeutung von Stromspeichern

Mit einem Solarstromspeicher können Sie überschüssigen Strom zu einem Zeitpunkt nutzen, an dem Ihre Anlage keine Energie produziert. Das erhöht Ihren Eigenverbrauch und sorgt so dafür, dass Sie eine größere Menge des erzeugten Stroms selbst verwenden. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern schont zudem Ihre Geldbörse.

Die Anschaffung eines Stromspeichers führt deshalb auch dazu, dass Ihre PV-Anlage sich schneller amortisiert. Durch Ihren geringeren Bedarf an Strom aus dem normalen Netz senken Sie Ihre Stromkosten erheblich.

Seit einigen Jahren gehen die Preise für Stromspeicher kontinuierlich nach unten. Deshalb sind die Geräte heute für Privatnutzer eine realistische Möglichkeit, ihrer Photovoltaikanlage zu mehr Effizienz zu verhelfen.

Anschaffungskosten: Alles, was Sie wissen müssen

Als Erstes betrachten Sie vor der Anschaffung eines Stromspeichers die Kosten, die beim Kauf auf Sie zukommen. Diese können je nach Speicherkapazität, Modell und Hersteller variieren. 

Kaufpreis

Je größer die nutzbare Speicherkapazität, desto höher der Preis. Für private Einfamilienhäuser sind üblicherweise Stromspeichersysteme zwischen 5 und 15 kWh sinnvoll.

Hier finden Sie eine kleine Auswahl von Stromspeichern – sortiert von den kleineren und günstigsten Alternativen zu den teuersten Optionen:

Unser Tipp: Kaufen Sie wenn möglich eine Komplettlösung mit Wechselrichter und Batteriespeicher. So sparen Sie im Gegensatz zum Einzelkauf oft einiges an Geld. Das Alpha ESS Smile-Hi5 mit 5 kW Hybrid-Wechselrichter und 4,8 kWh Speicherkapazität kostet um einiges weniger, als wenn Sie beide Bestandteile einzeln kaufen.

Installation

Die meisten Hersteller gestalten die Installation so einfach wie möglich. Mithilfe sogenannter Plug-and-Play-Lösungen ist dies unkompliziert möglich. 

Die Installation der Batteriespeicher und Komplettlösungen von Alpha ESS etwa können Sie sogar selbst durchführen. Ein detailliertes Installationshandbuch und Anleitungsvideos helfen Ihnen dabei.

Alternativ kann die Installation des neuen Stromspeichers von einem Elektriker durchgeführt werden. Dafür können abhängig von der Komplexität und den Gegebenheiten vor Ort Kosten von unter 1.000 Euro oder höher fällig werden. 

Staatliche Förderungen und finanzielle Anreize

Der Staat und öffentliche Träger versuchen, erneuerbare Energien und Solarstrom attraktiv für die breite Masse zu machen. In der Vergangenheit gab es bereits die beliebte 442-Förderung und den 297- bzw. 298-Kredit der KfW. Bei diesen sind die finanziellen Mittel im Moment zwar ausgeschöpft – allerdings bieten sich Ihnen einige weitere Alternativen zur Förderung Ihres Stromspeichers und Ihrer PV-Anlage. Hier eine kleine Auswahl:

Je nach Bundesland oder Stadt werden weitere Förderprogramme angeboten. Manche von ihnen sind nur von kurzer Dauer oder die Fördermittel sind aufgrund der hohen Nachfrage schnell ausgeschöpft. Es lohnt sich deshalb, informiert zu bleiben.

Abgesehen von den staatlichen Förderungen bleibt der finanzielle Anreiz, auf lange Sicht Geld zu sparen. Zudem leisten Sie mit einer effizienten Photovoltaikanlage persönlich einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende und erreichen eine weitgehende Unabhängigkeit von öffentlichen Stromversorgern.

Laufende Stromspeicher-Kosten: Betrieb und Wartung

Bei der Berechnung der Kosten für einen Stromspeicher sollte neben dem Kaufpreis auch der langfristige Betrieb einfließen. Neben möglichen Reparaturkosten sollten Sie auf die folgenden Punkte achten: 

Wartungsintervalle und -kosten

Generell haben Speicher für Solarstrom lediglich einen geringen Wartungsaufwand. So sollten die Geräte und Kabel alle paar Monate von Staub befreit und auf Schäden überprüft werden. Manche Hersteller empfehlen zudem, die Batterien in einem Abstand von rund drei Wochen einmal voll aufzuladen.

Diese Wartungsmaßnahmen können Sie problemlos selbst und kostenfrei durchführen. Halten Sie sich dabei an die Angaben im Benutzerhandbuch.

Wie hoch die Kosten für den Betrieb ausfallen, ist schwer von den Betriebskosten der restlichen PV-Anlage abzugrenzen. Grundsätzlich geht man für die gesamte Photovoltaikanlage von Kosten von etwa 1-2 % der Investitionskosten aus. 

Effizienz und Energieverbrauch

Bei der Berechnung der Gesamtkosten Ihres neuen Stromspeichers sollten Sie zudem dessen sinkende Effizienz bedenken. Die Menge der nutzbaren Speicherkapazität nimmt mit der Zeit ab und macht den Speicher für Solarstrom ineffizienter, je älter er ist.

Viele Hersteller bieten Speicher mit unbegrenzten Ladezyklen: Oft sind 10.000 oder mehr Ladungen möglich. Eine längere Garantie schützt Sie, falls der Batteriespeicher frühzeitig nicht mehr richtig funktioniert. Der Hersteller Alpha ESS etwa bietet bis zu 25 Jahre Garantie auf seine Akkus.

Darüber hinaus sollten Sie beachten, dass ein Stromspeicher auch für seinen eigenen Betrieb Energie benötigt. Wie viel eigens erzeugten Strom der Akku selbst zieht, kommt stark auf das Modell und die Kilowatt-Leistung an.

Gesamtkostenbetrachtung und Amortisation

Der passende Stromspeicher lohnt sich früher oder später für jede PV-Anlage.

Vorausgesetzt, dass sich der Trend fortsetzt und die Kosten für Stromspeicher auch in Zukunft weiter sinken, wird sich deren Anschaffung immer früher amortisieren. Noch dazu werden die Produkte ständig weiterentwickelt und verbessert. Das führt zu einer längeren Lebensdauer und die Speicher können noch länger im Einsatz bleiben.

Kosten-Nutzen-Rechnung

Wie sich ein Stromspeicher für Sie im Detail lohnt, kommt auf Faktoren wie Ihren verbrauchten Strom, die Größe Ihrer PV-Anlage und weitere Punkte an. Um Ihnen den Nutzen zu veranschaulichen, finden Sie hier ein Beispiel:

Wir gehen von einem Haushalt mit einem gesamten Stromverbrauch von 5.000 kWh pro Jahr aus.

Mit einer PV-Anlage ohne Stromspeicher erreichen Sie vielleicht eine Eigenversorgung von 25 %, also 1.250 kWh. Den restlichen Strom kaufen Sie aus dem öffentlichen Stromnetz, für durchschnittlich 42 Cent pro Kilowattstunde Strom. Das ergibt 1.575 Euro, die Sie zusätzlich für Strom ausgeben müssen.

Rüsten Sie nun mit einem Stromspeicher auf und erreichen somit eine Eigenversorgung von 75 %, müssen Sie lediglich 1.250 kWh Strom zukaufen. Dafür geben Sie 525 Euro aus. Eingesparte Stromkosten: fast 1.000 Euro pro Jahr.

Lagen die Kosten für Ihren Stromspeicher bei 4.000 Euro und lässt man zusätzlich noch Raum für Betriebs- und Wartungskosten, hat sich die Anschaffung nach knapp fünf Jahren bereits gelohnt. 

Marktübersicht: Vergleich der Stromspeichermodelle

Die steigende Beliebtheit von Stromspeichern sorgt dafür, dass sich auf dem Markt immer mehr ausgezeichnete Produkte finden. Hier finden Sie einen Vergleich von Speichermodellen mit einer nutzbaren Speicherkapazität von rund 5 kWh:

 

AlphaESS Smile Hi5

Huawei LUNA

Growatt Batteriespeicher, APX 5.0

BYD Stromspeicher

RCT Powerbattery 5.7

Fox ESS ECM2900

nutzbare Kapazität

4,8 kWh

5 kWh 

5 kWh

5,12 kWh

5,18 kWh

5,76 kWh

Ladezyklen

unbegrenzt

unbegrenzt

keine Angabe

10.000

unbegrenzt

über 6.000

nachträglich erweiterbar?

ja, bis zu 36 Monate

ja, zeitlich unbegrenzt

ja

ja

ja

ja

Garantie

bis zu 25 Jahre möglich

10 Jahre

10 Jahre

10 Jahre

10 Jahre

10 Jahre

Wenn Sie sich für einen Stromspeicher entscheiden, sollten Sie zwei Größen beachten:

  • Leistung der Photovoltaikanlage
  • Jahresstromverbrauch des Haushalts

Für eine bestehende Anlage mit 5 kWp und einem gesamten Stromverbrauch des Haushalts von 5.000 kWh pro Jahr sollte der Batteriespeicher etwa 5 kWh haben. Es gilt nicht: je größer, desto besser. Einerseits wegen der Kosten, die sich erst später oder vielleicht sogar nie amortisieren. Andererseits aufgrund der Lebensdauer: Liegt die Speicherkapazität weit über der Leistung der Anlage, sind die Batterien selten voll entladen, was zu lasten der Haltbarkeit gehen kann.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Nicht immer ist die günstigste Option auch die beste. Entscheiden Sie sich für einen Stromspeicher, der Sie langfristig dabei unterstützt, überschüssigen Solarstrom zuverlässig zwischenzulagern. Qualitativ hochwertige Produkte haben meist eine längere Lebensdauer als günstige Alternativen. Sie können die Geräte oft noch weit über den Garantiezeitraum hinaus nutzen – bis zu 20 Jahre oder länger.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Auswahl des passenden Stromspeichers? Kontaktieren Sie uns: Wir beraten Sie gerne und finden die perfekte Option für Sie.

FAQs

Wie beeinflusst die Kapazität eines Stromspeichers den Preis?

Je mehr Kilowattstunden Speicherkapazität ein Stromspeicher hat, desto teurer ist er in der Regel auch. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, den Speicher an die Leistung Ihrer Anlage anzupassen. Der Kauf eines zu großen Stromspeichers hat keinerlei Vorteile.

Welche staatlichen Förderprogramme gibt es für Stromspeicher?

Bundesweit gibt es momentan eine Förderung für die Energieberatung für Wohngebäude. Des Weiteren bieten sich KfW-Kredite zur Finanzierung Ihres Stromspeichers an. Je nach Ihrem Wohnort können zudem spezielle Förderprogramme für Sie infrage kommen. Prüfen Sie regelmäßig, ob es neue Programme gibt – die finanziellen Mittel sind oft begrenzt. 

Wie wirken sich Stromspeicher auf meine Stromrechnung aus?

Ein Stromspeicher bewirkt, dass Sie weniger Strom von öffentlichen Versorgern zukaufen müssen und möglichst viel produzierten Strom selbst verwenden. Das ist sehr vorteilhaft, da die Energie von Stromversorgern um einiges teurer ist, als selbst erzeugter Solarstrom. Zusätzlich spielt die niedrigere Einspeisevergütung für überschüssige Energie ins öffentliche Stromnetz in dem Zusammenhang eine Rolle.

Was sind die langfristigen finanziellen Vorteile eines Stromspeichers?

Mit einem Stromspeicher können Sie so viel eigens erzeugte Energie selbst verbrauchen wie möglich. Das ermöglicht es Ihnen beispielsweise auch abends, Strom aus der Solaranlage zu nutzen. Die Kosten für den Zukauf von Strom sinken gegenüber der Verwendung einer PV-Anlage ohne Speicher noch mehr. Das sorgt dafür, dass sich Ihre Anlage schneller amortisiert. 

Wie wähle ich den richtigen Stromspeicher für mein Zuhause aus?

Bei Stromspeichern gilt nicht: Viel hilft viel. Ein zu großer Speicher kann unter Umständen die Lebensdauer Ihrer PV-Anlage senken. Entscheiden Sie sich deshalb für einen Stromspeicher, der zu Ihrer Anlage und Ihrem Verbrauch passt. Die kWh-Kapazität sollte in etwa der kWp Ihrer Solaranlage entsprechen. 

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Über den Autor

Hallo, ich bin Mike Seeger, Elektroingenieur und begeisterter Solarteur. Meine Leidenschaft für Photovoltaik und erneuerbare Energien hat mich nicht nur zum Mitgründer von inselvolt gemacht, sondern auch zu einem überzeugten Erzähler und Ratgeber in dieser dynamischen Branche.

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